Cool Timeline
Schon während des Studiums, Ende der 60er-Jahre, entwickelte und baute Roland Gimbel für seine Motorräder Verkleidungen im heimischen Keller. Dies sprach sich schnell herum und so wurde auch der Freundeskreis mit den Teilen versorgt.
Das Interesse an den Verkleidungen wurde immer größer und wuchs schnell über den Freundeskreis hinaus. Zusammen mit seinem Bruder Wolfgang gründete Roland Gimbel schließlich am 01.04.1979 die Firma „GIMBEL SPORTMOTORRÄDER“.
Im Frühjahr 1980 erfolgte der Umzug in die Dorfschmiede des Großvaters in Waltershofen (bei Freiburg). Da sogenannte „Rennverkleidungen/ Sonderanfertigungen“ an Straßenmotorrädern vom TÜV abgenommen werden mussten, hat Roland Gimbel in Zusammenarbeit mit dem TÜV Mannheim die ersten Gutachten für seine Verkleidungen (SUZUKI GSX 1100 EX, HONDA CB 900- F Bol d’or sowie YAMAHA XJ 650) und die zurückverlegte Fußrastenanlage (YAMAHA XJ 650) erstellen lassen.
Nach dem tödlichen Motorradunfall des Bruders im August 1980, war die Frage: aufhören oder weitermachen. Es wurde versuchsweise eine überregionale Kleinanzeige in der Zeitschrift „MOTORRAD“ geschaltet. Die Resonanz war überwältigend und schon kurze Zeit später wurden 2 Mitarbeiter eingestellt.
Zum 1.Juli 1984 erfolgte die Gründung einer GmbH und Änderung des Firmennamens in „Gimbel- Motorradtechnik GmbH“. Gesellschafter wurden Inge und Roland Gimbel.
Die Räumlichkeiten in Waltershofen wurden langsam zu klein und es musste etwas neues größeres her. In Breisach am Rhein wurde daraufhin ein geeignetes Grundstück gefunden. Im Vergleich zu den alten Gegebenheiten in Waltershofen, war das neue Grundstück mit 3.200 qm für die Produktions- Lager- und Ausstellungfläche eine große Veränderung. Nach der Planungsphase erfolgte im Frühjahr 1985 der Baubeginn des Neubaus. Bereits ein halbes Jahr später, im Oktober 1985, erfolgte der Umzug in das neue Betriebsgebäude mit einer großen Eröffnungsfeier. Auch nach mehr als 35 Jahren ist dies noch immer der heutige Standort des Unternehmens.
Gleichzeitig mit dem Einzug in den Neubau wurde die Gimbel- Motorradtechnik GmbH Vertragshändler für SUZUKI Motorräder mit angeschlossener Werkstatt.
Die gute Arbeit sprach sich im ganzen Land herum und so kam auch schnell die Verbindung zum Rennsport zustande. Im Jahr 1986 übernahm Roland Gimbel und sein Team exklusiv den Verkleidungsbau für Gustav Rainer – Deutscher Meister 500-er Klasse sowie der 10. Platz in der 500-er Motorrad WM. Noch im gleichen Jahr folgte ein eigenes Rennteam in der deutschen Superbike-Meisterschaft mit einer SUZUKI GSX-R 750.
Das Sortiment an Verkleidungsteilen wurde immer weiter ausgebaut. In Zusammenarbeit mit dem TÜV wurden nach und nach sehr viele Gutachten für diese Teile erstellt. Alles nach ausgiebigen Probefahrten, teils sogar auf einer Rennstrecke. Selbst Prüfungen im Windkanal wurden durchgeführt.
Ende 1988 kam die nächste große Veränderung. Neben SUZUKI-Motorräder war das Unternehmen nun auch Vertragshändler für NISSAN Automobile. Der Firmenname wurde geändert in „Gimbel, Auto- u. Motorradtechnik GmbH“. Der Automobilhandel wurde nach einer Krebserkrankung von Roland Gimbel 1997 wieder aufgelöst.
Ein kleiner Defekt an einem Monitor hatte eine große Folge. Durch die Implosion entstand kurz vor Weihnachten 1992 ein Brand im Ausstellungsraum. Ein Großteil der Motorräder, Unterlagen sowie der Einrichtung konnten dabei nicht gerettet werden. Das Gebäude konnte dank einer Sanierung weiter bestehen. Mit großem Engagement begann der Aufbau und die Neueinrichtung. Wie es sich gehört, wurde der Laden im Frühjahr 1993 mit einem Fest wiedereröffnet.
1995 erfolgte die Markeinführung der SUZUKI GSF 600/1200 Bandit. Innerhalb der ersten 2 Jahre wurden bereits 500 Variohöcker allein für dieses Modell produziert und vermarktet. Auch heute gehört die Bandit noch immer zu den gefragten Modellen.
Neben der Kompetenz vor Ort wurde im Jahr 2003 der Vertriebsweg mit dem Einstieg in den Onlinehandel erweitert. Auch wenn dieses Neuland zu Beginn noch skeptisch betrachtet wurde, erwies sich diese Entscheidung als genau das Richtige für die Zukunft.
Im Jahr 2006 endete die Zusammenarbeit mit SUZUKI und die geschäftlichen Weichen wurden neu gestellt. Die Konzentration wurde auf das Kerngeschäft gelenkt, das die Firma erst so groß gemacht hat. Die heimische Produktion von Verkleidungsteilen aus GfK sowie Fussrastenanlagen und den An-und Weiterverkauf von Motorradzubehör. Dank des langsam größer werdenden Onlinehandel, konnte dabei der Endkunde gezielter (überregional) angesprochen werden
Durch jahrelange Erfahrung hat sich das ganze Team viel Kompetenz im Modell- und Formenbau angeeignet. Somit können auch Spezialaufgaben sowie die Reparatur von GFK-Teilen durchgeführt werden. Als ein Beispiel dient ein demolierter Lotus der im Jahr 2010 wieder instandgesetzt wurde.
Auf eine gute Qualität wurde schon immer wert gelegt. Dank der Einführung eines Systems zur Qualitätssicherung im Jahr 2011 auch mit der Bestätigung des TÜV-SÜD. Zusammen mit dem Wissen, dem Können und der Erfahrung der Mitarbeiter ermöglicht das einen konstant hohen Qualitätsstandard.
Was mit dem ersten Bugspoiler für die GSX-R 1100 begann, führte im Jahr 2017 zu einem kleinen Jubiläum. Modellübergreifend verließ im Sommer 2017 der insgesamt 5.000 Bugspoiler die Produktion. Es sollte nicht der letzte sein.
Bugspoiler, Variohöcker, Lampenverkleidung, Hinterradabdeckung u.v.m. Wenn ein Modell umgebaut wird, werden keine halben Sachen gemacht. Das perfekte Beispiel ist der neuste Umbau. Die SUZUKI GSF 1250 Bandit. Nach 40 Jahren Gimbel-Umbauten, ist das der insgesamt 117 Modellumbau im Portfolio des Unternehmens. Alle Teile werden weiterhin vollständig in Handarbeit gefertigt. Die Herstellung erfolgt dabei komplett in Deutschland.
Auch nach über 40 Jahren ist und bleibt Roland Gimbel mit seinem Wissen, seinen Ideen und seiner Leidenschaft für Motorräder der kreative Kopf des Unternehmens.

















